NEWSLETTER 4/2026

VORSCHAU

Wiederholung wegen der großen Nachfrage:
Praxis-Workshop „Hands-on lokale KI: Der Einsteigerworkshop für GIS-Anwender“

Aufgrund der großen Nachfrage wiederholt der Runde Tisch GIS e.V. am 7. Oktober den Praxisworkshop „Hands-on lokale KI“, in dem der Nutzen von lokaler Künstlicher Intelligenz (KI) für GIS-Anwendungen praxisnah vermittelt wird. Der Einsteigerworkshop richtet sich an GIS-Anwender:innen aus Kommunen und kommunennahen Unternehmen, die ohne große Programmier- oder KI-Vorkenntnisse einen fundierten Einstieg in die Welt lokaler KI-Systeme erhalten möchten.

Im Workshop lernen die Teilnehmenden die Grundlagen lokal betriebener KI-Systeme kennen, setzen offene KI-Modelle in virtuellen Umgebungen selbst auf und wenden diese praktisch an. Darüber hinaus wird gezeigt, wie lokale KI-Systeme durch zusätzliche Werkzeuge und Funktionen – etwa mittels MCP, Function Calling oder RAG – erweitert werden können und wie sich diese Ansätze mit offener GIS-Software wie QGIS kombinieren lassen.

Da die Teilnehmenden während des Workshops selbst mit lokalen KI-Systemen arbeiten und individuell betreut werden, ist die Teilnehmerzahl auf 12 Personen begrenzt. Um das unterschiedliche Kenntnisniveau der Teilnehmer:innen berücksichtigen zu können, werden praktische Arbeiten aufgeteilt in eine Einsteigergruppe und eine weitere für Teilnehmer:innen mit Vorkenntnissen.

Die Teilnehmenden sind am Ende des Praxisworkshops in der Lage:

  1. … die grundsätzliche Funktionsweise und die Voraussetzungen lokaler KI-Systeme zu verstehen.
  2. … verschiedene Mechanismen zur Erweiterung der Fähigkeiten von LLMs (z.B. MCP / function calling / RAG) zu kennen und zu verstehen.
  3. … verschiedene offene KI-Modelle zu kennen, lokal (in virtuellen Umgebungen) aufzusetzen, und zu Nutzen.
  4. … lokale KI-Systeme mit Hilfe von MCP / function calling um zusätzliche Fähigkeiten bzw. Funktionen zu erweitern.
  5. … zu verstehen, wie lokale KI-Systeme in Verbindung mit offener GIS-Software (QGIS) genutzt werden können.

Termin: am 07.10.2026 (10:00-17:30 Uhr) in München

Ort: TU München, Arcisstr. 21, 80333 München, Lehrstuhl für Geoinformatik, Raum: -1112

Kosten: 590 € (Mitglieder des Runden Tisch GIS erhalten 10% Ermäßigung)

Referent:innen:

M.Sc. Thomas Fröch, TUM, Lehrstuhl für Geoinformatik
M.Sc. Khaoula Kanna, TUM, Lehrstuhl für Geoinformatik
M.Sc. Marija Knezevic TUM, Lehrstuhl für Geoinformatik
M.Sc. Felix Olbrich, TUM, Lehrstuhl für Geoinformatik
Die Referent:innen haben bereits im letzten Jahr die KI-Stammtische des Runden Tisch mit großem Erfolg durchgeführt.

Melden Sie sich jetzt an und profitieren Sie von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten lokaler Geo-KI! > https://www.rundertischgis.de/veranstaltungen/praxisworkshophandsonlokaleki-2/

kompakt
Veranstaltung Praxis-Workshop: „Hands-on lokale KI: Der Einsteigerworkshop für GIS-Anwender“
Termin 07.10.2026 von 10:00 – 17:30 Uhr
Ort TU München, Arcisstr. 21, 80333 München, Lehrstuhl für Geoinformatik Raum: -1112
Mehr Infos + Anmeldung 👉Hier klicken

 

Jetzt anmelden zum Augsburger GIS-Forum für Umweltmonitoring am 12./13.10.2026

Wie können Geodaten, Fernerkundung, Satellitendaten und KI dazu beitragen, Umweltveränderungen besser zu erfassen, Risiken frühzeitig zu erkennen und nachhaltige Anpassungsstrategien zu entwickeln? Diesen Fragen widmet sich das Augsburger GIS-Forum für Umweltmonitoring am 12. und 13. Oktober 2026 im großen Saal der IHK Schwaben in Augsburg.

Der erste Veranstaltungstag setzt als Schwerpunkt das „Wassermanagement“. Im Mittelpunkt stehen Geodaten für Monitoring, Bewertung und Prognosen – von offenen Geodaten und Bürgerbeteiligung über das UNESCO-Welterbe „Augsburger Wassermanagement-System“ bis hin zu Wettervorhersagen, Hochwasserrisiken und KI-gestützter urbaner Resilienz.

Am zweiten Tag stehen Satellitendaten und UAV und deren Einsatz für Monitoring und Geodatenerfassung im Fokus. Praxisbeispiele zeigen unter anderem, wie Drohnen, 3D-Punktwolken, Satellitenbilder und KI beim Umweltmonitoring, bei der Gewässerrenaturierung, in der digitalen Landwirtschaft und bei Maßnahmen für die Klimaanpassung eingesetzt werden. Der jüngst erschienene Praxisleitfaden „UAV & GIS“ des Runden Tisch GIS e.V. wird ebenso vorgestellt.

Neben dem abwechslungsreichen Fachprogramm bietet das Forum viel Raum für Austausch und Vernetzung – unter anderem bei der exklusiven Abendveranstaltung an Tag 1.

Das Augsburger GIS-Forum für Umweltmonitoring ist durch die Bayerische Ingenieurekammer (Registriernummer F260669 mit 7 Stunden) und durch die Ingenieurkammer Bau in Baden-Württemberg (Registriernummer 197-2026 mit 7 Punkten) als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.

Jetzt anmelden und aktuelle Entwicklungen und Praxisbeispiele rund um GIS und Umweltmonitoring erleben!

Die Hotelbuchung ist problemlos, wir haben für Sie ein Kontingent zu vergünstigten Konditionen reserviert.

kompakt
Veranstaltung Augsburger GIS-Forum für Umweltmonitoring
Termin 12./13.10.2026
Ort Augsburg, IHK Schwaben
Mehr Infos + Anmeldung 👉Hier klicken

 

Kommunales GIS-Forum 2026 am 10.11.2026: Geoinformation für die kommunale Praxis

Am 10. November 2026 lädt der Runde Tisch GIS e.V. zum Kommunalen GIS-Forum ins frisch renovierte Edwin-Scharff-Haus nach Neu-Ulm ein. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen und praxisnahe Anwendungen rund um Geo-Trends, Fernerkundung, Sensorik und Geo-KI sowie der Einsatz von Geoinformationen im Katastrophen- und Krisenmanagement. Weitere Schwerpunkte sind Geodaten & Gaming, kommunale Planung, Klimavorsorge und neue Ansätze der Bürgerbeteiligung mit GIS und KI. Praxisbeispiele aus Kommunen, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zeigen, wie moderne Geoinformationstechnologien konkrete Herausforderungen vor Ort unterstützen können.

Aussteller haben erstmalig die Gelegenheit, ihre Lösungen einem interessierten Fachpublikum vorzustellen, neue Kontakte zu knüpfen und mit den kommunalen Vertretern in den direkten fachlichen Austausch zu kommen. Die Standplatzwahl ist frei. Anmeldeschluss für Aussteller ist der 23. Oktober 2026.

Die Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung bei der Bayerischen Ingenieurekammer sowie bei der die Ingenieurkammer Bau in Baden-Württemberg ist beantragt. Wir informieren Sie über die Anerkennungen auf unserer Webseite

Programm

Anmeldung Besucher

Anmeldung Aussteller

 

 

Unsere kommenden Veranstaltungen in 2026 und 2027 auf einen Blick

2026
07.10.2026 Praxis-Workshop
„Hands-on lokale KI: Der Einsteigerworkshop für GIS-Anwender“
München
12./13.10.2026 Augsburger GIS-Forum für Umweltmonitoring
Augsburg
10.11.2026 Kommunales GIS-Forum
Neu-Ulm
2027
17./18.03.2027 Münchner GI-Runde
*SAVE THE DATE!*
München
21.04.2027 Geo@aktuell
*SAVE THE DATE!*
München
21.04.2027 Mitgliederversammlung
*SAVE THE DATE!*
München
11./12.05.2027 24. Internationales 3D-Forum Lindau 2027
*SAVE THE DATE!*
Lindau

 

 

Leitfaden „UAS und GIS“ veröffentlicht – schon knapp 2.000 Downloads – Anzeigenschaltung noch möglich!

Im Juli 2026 wurde der Leitfaden „UAS Und GIS“ veröffentlicht. Die Publikation entstand in Kooperation mit den Verbänden Runder Tisch GIS e.V., Deutsche Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation (DGPF e.V.) und DVW – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement (DVW e.V.). Er vermittelt Grundlagen zum Einsatz unbemannter Flugsysteme in Verbindung mit Geoinformationssystemen, stellt bewährte Praxisbeispiele vor und gibt Orientierung bei Verfahren, Datenformaten und Softwarelösungen.

Der Leitfaden richtet sich an Anwenderinnen und Anwender aus Vermessung, Infrastrukturmanagement, Umweltmonitoring, Stadtplanung sowie weiteren Einsatzfeldern und schließt eine bislang bestehende Lücke im deutschsprachigen Fachangebot. Die Downloadzahlen – bisher knapp 2.000 Downloads – bestätigen die Relevanz für den Leitfaden eindrucksvoll.

Der Leitfaden ist als frei zugängliches PDF-Dokument zum Download verfügbar. Unternehmen haben auch nach Erscheinen des Leitfadens weiterhin die Möglichkeit, Werbeanzeigen im DIN A4- oder DIN A5-Format zu platzieren.

PDF zum Download

Anzeigenbuchung

RÜCKSCHAU

Frühstücksgespräche und Praxis-Workshop „Lokale KI für Einsteiger“ stärken den Wissenstransfer in der Geoinformatik

Der Runde Tisch GIS e.V. setzt auch 2026 konsequent auf den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Mit attraktiven Veranstaltungsformaten, praxisnahen Weiterbildungsangeboten und einer aktuellen Fachpublikation stärkt das Netzwerk den Wissenstransfer in der Geoinformationsbranche und greift zugleich zentrale Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, 3D-Geoinformationen sowie den Einsatz von UAS und GIS auf.

Mit den Frühstücksgesprächen hat sich darüber hinaus ein kompaktes Online-Format etabliert, das aktuelle Themen der Geoinformationsbranche aufgreift. Die einstündigen Veranstaltungen am frühen Morgen ermöglichen einen unkomplizierten Wissenstransfer und fördern den Dialog innerhalb der Community. In den vergangenen Monaten standen unter anderem „Geo-KI für moderne Stadtplanung“, „Geodaten für eine bessere Mobilität“ sowie die Veröffentlichung des neuen Leitfadens „UAS & GIS“ auf dem Programm. Die große Resonanz – insbesondere mit mehr als 100 Teilnehmenden beim Frühstücksgespräch zur Geo-KI und zum Leitfaden UAS & GIS – zeigt den hohen Informationsbedarf an diesen Zukunftsthemen.

Wie groß das Interesse an praxisorientierter Weiterbildung ist, zeigte auch der erstmals angebotene Praxisworkshop „Hands-on lokale KI: Der Einsteigerworkshop für GIS-Anwender“. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Geoinformatik der Technischen Universität München erhielten 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen praxisnahen Einstieg in die Welt lokaler KI-Systeme. Im Mittelpunkt standen die Installation und Nutzung offener KI-Modelle, deren Integration in GIS-Anwendungen sowie konkrete Hands-on-Übungen. Der intensive Austausch und das durchweg positive Feedback bestätigen den Bedarf an Formaten, die neue Technologien unmittelbar erlebbar machen. Aufgrund des großen Erfolgs wird der KI-Workshops wird am 07. Oktober 2026 erneut angeboten. (siehe hier unter Vorschau „Wiederholung wegen der großen Nachfrage: Praxis-Workshop
„Hands-on lokale KI: Der Einsteigerworkshop für GIS-Anwender“)

 

 

EG-ICE 2026 Workshop Conference Report –
Report by Ying Lu, Chair of Geoinformatics, Technical University of Munich
The participation of Ms. Lu was financially supported by the Round Table GIS e.V.


From 1 to 3 July 2026, the 33rd International Workshop on Intelligent Computing in Engineering (EG-ICE 2026) was held at the University of Padova, Italy. The workshop is the yearly event of the European Group for Intelligent Computing in Engineering (EG-ICE), a community founded in 1993 that promotes research at the intersection of computing and engineering. It brings together researchers from the fields of construction informatics, intelligent computing in civil engineering, and engineering informatics, and welcomes not only engineers but also computer scientists, architects, and other interested professionals. The programme comprised four keynote lectures and 58 presentations organised into 15 thematic sessions, complemented by the EG-ICE general assembly, a best-paper award, and a social programme in the historic city of Padova.Thematically, the workshop covered a broad spectrum of current research. The strongest current was the application of large language models and generative AI to the built environment, alongside a maturing focus on Digital Twins, semantic integration, automated compliance checking, computer vision, and knowledge graphs. As a single-track event held over three days, EG-ICE 2026 left generous time for discussion after every session and placed particular emphasis on supporting PhD students and early-career researchers.

Keynotes and Sessions

Four keynote lectures framed the direction of the field. Marzia Bolpagni opened the workshop with “From Standards to AI Driven Transformation in Construction”, setting the tone for the strong presence of AI throughout the programme. Further keynotes by Jack C. P. Cheng and Antonio Rodà addressed intelligent computing and interdisciplinary perspectives, and Pieter de Wilde closed the workshop with the reflective “A Journey in Intelligent Computing for the Built Environment”. The keynotes sparked lively discussion and opened new avenues for research and application.

The fifteen contributed sessions spanned the full breadth of engineering informatics. The two opening sessions were devoted entirely to generative AI for design support and large language models for construction informatics, featuring work such as IFC Copilot for LLM-driven building design and multimodal generation of building topology graphs from floor plans. Later sessions covered automated compliance and regulation checking, knowledge graphs and Linked Data, digital twins and building performance, construction data integration and interoperability, computer vision for inspection and progress monitoring, machine learning for structural systems, and geometry processing and spatial computing.

Contribution from TU Munich

Ying Lu also presented her own paper at the workshop: “Managing Digital Twins in the Construction Sector with an Extended Catalog Service”, co-authored with Marija Knezevic and Thomas H. Kolbe (Technical University of Munich), in Session 06 on Digital Twins and Building Performance. The work grew out of her master’s thesis at the Chair of Geoinformatics at TU Munich. It addresses a persistent problem in the construction sector, which remains one of the least digitally integrated industries. Project data such as BIM models, point clouds, sensor streams, geospatial layers, and contractual documents are scattered across siloed repositories, creating major obstacles to interoperability and reuse across the asset lifecycle.

The paper proposes a catalog-driven alternative built on TU Munich’s Smart District Data Infrastructure (SDDI) framework and implemented with the open-source platform CKAN. It retains the nine SDDI resource classes and enriches each with construction-specific metadata grounded in more than fifteen open standards spanning construction management, BIM, geospatial, IoT, and software domains. Two cross-cutting lifecycle fields, based on DIN SPEC 91357 phases and HOAI service phases, enable phase-oriented discovery across the entire lifecycle. To lower the barrier for non-technical users, a multi-agent Retrieval-Augmented Generation (RAG) assistant provides natural-language interaction with the catalog.

The schema was refined through six expert interviews spanning BIM research, geoinformatics, architecture, and facility management. Platform feasibility was then demonstrated through a case study at the Building Lab OTH Regensburg, an experimental research facility for digital construction processes.

There, roughly 358 unstructured files, previously spread across local and shared drives with no documented interdependencies, were consolidated into 62 semantically linked catalog entries. Four digital-twin entries were defined to represent the planning, design, construction, and operation phases, each aggregating relevant resources through explicit typed relationships. The result is a structured catalog that enables multi-layer crossresource navigation while coexisting with established BIM workflows rather than displacing them.

Social Programme

Beyond the technical sessions, EG-ICE 2026 offered a memorable social programme that made good use of Padova’s scientific heritage. One highlight was a guided tour of the Museo Giovanni Poleni, the University of Padova’s museum of the history of physics, which holds a remarkable collection of historical scientific instruments. Walking among centuries-old astronomical, optical, and measuring instruments was a fitting reminder of the long lineage of engineering and measurement science that today’s computational work continues to build on.

Trends and Hot Topics

Read across the fifteen sessions, EG-ICE 2026 offered a clear picture of where construction and engineering informatics is heading. Several distinct but connected trends stood out, and together they suggest a field that is moving quickly from representing built-environment data toward actively reasoning and acting on it.

Large language models and generative AI for the built environment. This was by far the strongest current of the workshop. The first two sessions, “Generative AI and Design Support” and “Large Language Models for Construction Informatics”, were devoted entirely to it, and the theme reappeared throughout the programme. Contributions ranged from IFC-Copilot, a tool-based framework for LLM-driven IFC building design, to generative image editing benchmarked for bridge design assistance, LLM-based processing and understanding of scanned building application forms, and a multimodal LLM approach for generating building topology graphs from floor-plan images. The closing sessions extended the same idea to project work, including thesis-to-paper synthesis with traceable scoring and citation checks, and a structured analysis of GenAI opportunities for construction contract-risk management. Marzia Bolpagni’s opening keynote, “From Standards to AI-Driven Transformation in Construction”, framed this shift explicitly.

From representation to automated reasoning over regulations. A dedicated session on automated compliance checking and engineering regulations signalled a growing ambition to compute directly over normative texts rather than merely storing them. Papers addressed parsing construction standards into machine-processable form, adaptive planning in ReAct agent systems for automated building-code compliance checking, the classification of geometry-creation patterns for code checking, and, more critically, cross-reference dependency as a structural barrier to clause-level computation in construction regulations. The recurring message was that regulatory knowledge is now a first-class target for AI, not just an afterthought.

Knowledge graphs, ontologies, and Linked Data. Semantic approaches remained a strong backbone of the community. Sessions on knowledge graphs and on Linked Data and information representation covered ontology- and temporal-logic-based representation for structural health monitoring, construction-site emission ontologies, LLM-driven knowledge-graph construction from building and energy models, and ontology-based representation of bridge inspections. On the tooling side, work such as an efficient Rust-based IFC-to-Linked-Building-Data converter and end-to-end pipelines enriching IFC B-rep geometry into heterogeneous graph machine-learning datasets showed a push toward performance and scale, not only expressiveness.

Digital Twins, data integration, and interoperability. Closest to Ying Lu’s own contribution, these sessions explored digital twins for building performance and renovation, mapping data pipelines from Building Information Models to Building Energy Models, and generating digital twins directly from BIM. Interoperability featured prominently, including multimodal embedding pipelines for matching building components using digital product passports, and interoperable 5D openBIM cost-data workflows. The through-line was a shift away from monolithic, proprietary platforms toward open, standards-based integration of heterogeneous resources across the lifecycle.

Computer vision, machine learning, and monitoring. The final day leaned toward perception and prediction. Sessions on machine learning and optimisation, infrastructure monitoring, and computer vision presented physics-informed ML for structural components, reinforcement learning for fire-rating assignment, laser-based crane deflection monitoring, visionlanguage models for construction progress monitoring, AI-based masonry defect detection, and synthetic LiDAR generation using quadruped robots in simulation. Geometry processing and spatial computing rounded out the programme with BIMbased indoor localisation, NeRF reconstruction of the built environment, and gesture-based mixed-reality collaboration on site.

Taken together, the programme signals that the centre of gravity in construction informatics has shifted toward agentic and retrieval-augmented AI grounded in open standards and structured data, using LLMs not as stand-alone chatbots but as interfaces layered over BIM models, catalogs, knowledge graphs, and regulatory texts. This is precisely the space the catalogservice work Ying Lu presented addresses, positioning open, standards-based metadata infrastructure as the foundation on which such AI assistants can reliably operate. Overall, EG-ICE 2026 was an inspiring and well-organised workshop, and the discussions it sparked will continue to shape the direction of her research.

AUS DER LEHRE

Verfeinerung von semantischen 3D-Stadtmodellen mit materialspezifischen Informationen abgeleitet aus Laserscans

Masterarbeit von Simone Gaisbauer, Studium der Geodäsie und Geoinformation an der Technischen Universität München, Lehrstuhl für Geoinformatik

Semantische 3D Stadtmodelle in CityGML sind heutzutage großflächig verfügbar und vielfältig im Einsatz. Informationen zu Oberflächenmaterialien sind dabei meistens nicht flächendeckend vorhanden, obwohl Anwendungen wie die Simulation von Laserscanning oder die Modellierung des Stadtklimas von diesen zusätzlichen Informationen und von detaillierteren, materialspezifischen Geometrien profitieren könnten.

Diese Arbeit untersucht daher das Potenzial von Laserscans zur Anreicherung semantischer 3D Stadtmodelle mit Informationen zu Oberflächenmaterialien. Dazu wird eine siebenstufige Verarbeitungspipeline entwickelt, um aus Rohdaten ein angereichertes semantisches Modell zu erzeugen. Die Pipeline gliedert sich in die Stufen Punkt-zu-Modell-Assoziation, Intensitätskorrektur, Merkmalsberechnung, Bilderstellung, Segmentierung, Vektorisierung und Modellierung. Der Ansatz wird auf drei Datensätze angewendet, um unterschiedliche Sensorkonfigurationen und Modelltypen abzudecken. Dabei werden TLS-Scans (Terrestrial Laser Scanning) von Gebäudefassaden sowie MLS-Befahrungen (Mobile Laser Scanning) von Straßenräumen analysiert.

Die größte Herausforderung der Arbeit liegt in der begrenzten Verfügbarkeit von Referenzmethoden und Ground-Truth-Daten. Während sich die Intensitätskorrektur generell als vorteilhaft erwies und die Segmentierung für bestimmte Materialkombinationen oder Objekte überzeugende Ergebnisse lieferte, zeigt die Analyse, dass insbesondere die Auswahl der Features und die Segmentierungsmethoden das größte Potential für Verbesserung bieten. Dennoch liegt der Vorteil der Arbeit in ihrem ganzheitlichen Ansatz, der den gesamten Workflow von den Rohdaten bis zum angereicherten Modell berücksichtigt und damit eine Grundlage für zukünftige Weiterentwicklungen bietet.

Link zur Arbeit:  ⬇️ https://mediatum.ub.tum.de/1860600

 

Automated Generation of Semantic 3D Indoor Models from CAD and LiDAR Data

Masterarbeit von Selin Yeltekin, Information Technologies for the Built Environment
Technical University of Munich, School of Engineering and Design, Chair of Geoinformatics

Digital 3D building models are an important foundation for applications such as smart cities, digital twins, and urban planning. While established standards exist for representing outdoor environments, the automated generation of semantic 3D indoor models remains challenging due to the heterogeneity of available data sources.

This master’s thesis presents an automated workflow for generating indoor building models based on the CityGML 3.0 standard. The approach integrates 2D CAD floor plans with high-resolution 3D LiDAR point clouds to combine geometric and semantic information into a consistent indoor model. A key component of the workflow is the automated detection of building floors and relevant structural elements from large-scale point cloud data. Various point cloud processing and analysis techniques were investigated and integrated into a Python-based processing pipeline.
The developed workflow enables the largely automated generation of semantically enriched 3D indoor models and demonstrates the potential of combining CAD, LiDAR, and open geospatial standards for future Digital Twin applications.
Download link: https://mediatum.ub.tum.de/1861125

Link zur Arbeit:  ⬇️ https://mediatum.ub.tum.de/1861125

AUS DEM MITGLIEDERBEREICH

Conterra GmbH: Spatial Document Intelligence – Vom Aktenschrank zur Datenquelle

In unzähligen Aktenschränken und Archiven schlummert ein enormer Schatz. Bauakten, Feldskizzen, Bauzeichnungen und Messprotokolle dokumentieren seit Jahrzehnten Adressen, Koordinaten, Flurstücke, Maße und Infrastrukturen – sorgfältig erfasst, aber für digitale Prozesse kaum zugänglich. Hinzu kommen laufend neue Informationen, die aus Skizzen, Einmessungsunterlagen oder PDFs in digitale Systeme übernommen werden müssen.

Doch mit dem Scannen ist es nicht getan: Die enthaltenen Informationen bleiben unstrukturiert. Tausende PDFs manuell zu sichten und auszuwerten, ist weder wirtschaftlich noch personell zu leisten. Genau hier setzt Spatial Document Intelligence an. Der flexible Lösungsansatz von con terra kombiniert die Analyse von Text und visuellen Inhalten durch ein Vision LLM mit FME als Prüf- und Orchestrierungskomponente. So lassen sich räumliche und fachliche Informationen automatisiert extrahieren, validieren, georeferenzieren und regelbasiert in Zielsysteme überführen. Aus Dokumenten werden strukturierte und räumlich auffindbare Informationen.

Wie das in der Praxis gelingt, zeigt die Stadt Essen: Dort werden Zehntausende Bauakten digitalisiert und räumlich erschlossen. Die enthaltenen Informationen werden so leichter auffindbar und nutzbar – und unterstützen die geplante Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur.

Auch Netzbetreibern bietet der Ansatz konkreten Mehrwert: Zum Beispiel können Informationen aus Hausanschlussskizzen oder Feldbüchern schneller und mit deutlich geringerem Bearbeitungsaufwand erschlossen sowie für die Erstellung und Aktualisierung von Netzobjekten genutzt werden.

Spatial Document Intelligence verbindet GeoAI, Datenintegration und GIS zu einem durchgängigen Prozess – von der Dokumentenanalyse bis zur Bereitstellung strukturierter Geodaten. So werden bislang nur mit hohem manuellem Aufwand zugängliche Informationen effizient nutzbar.

3D RealityMaps GmbH: Unterschätzte Hitzequelle: Der Einfluss dunkler Autos auf das Stadtklima

Sommerliche Hitze in Städten ist kein Komfortproblem mehr, sondern eine reale Bedrohung für die Gesundheit der Menschen. Um das Stadtklima besser zu verstehen und gezielte Gegenmaßnahmen zu entwickeln, setzt 3D Reality Maps GmbH auf Thermalbefliegungen. Ein spezielles Multisensor-Kamerasystem nimmt zeitgleich mit drei verschiedenen Sensoren auf – hochauflösende Luftbilder, multispektrale Aufnahmen und Thermalbilder. Im Zusammenspiel liefert das System wertvolle und faszinierende Daten.

Ein besonders interessantes Beispiel: Der Einfluss geparkter Fahrzeuge auf die urbane Hitzebildung. Mithilfe speziell trainierter KI-Modelle hat 3D Reality Maps GmbH ultra-hochaufgelöste Ortholuftbilder analysiert, um alle parkenden Fahrzeuge im Stadtgebiet lückenlos zu erfassen. Diese Daten werden mit zeitgleich aufgenommenen Thermaldaten kombiniert.

Die Erkenntnisse:

  • Der Farb-Effekt: Fahrzeuge in dunklen Farben absorbieren massiv mehr Sonnenstrahlung.
  • Bis zu 20°C Unterschied: Die Oberflächendichte und das Fahrzeuginnere heizen sich bei dunklen Autos extrem viel stärker auf als bei hellen Modellen.
  • Der Heizkörper-Effekt: Dunkle Fahrzeuge speichern die Wärme über Stunden. Große, unbeschattete Parkplätze – zum Beispiel vor Einkaufszentren – verwandeln sich so in Hitzeinseln, die massiv Wärme in die Umgebung abstrahlen.

Um das Stadtklima effektiv zu verbessern, müssen wir diese Flächen verändern:
Grüne Infrastruktur: Das Pflanzen von Bäumen spendet Schatten und sorgt durch Transpiration spürbar für Kühlung.
Doppelter Nutzen durch Solar-Carports: Noch effizienter ist die Kombination mit Solardächern über den Parkflächen. Sie schützen die Fahrzeuge vor direkter Einstrahlung (wodurch der Aufheizeffekt komplett entfällt) und erzeugen gleichzeitig saubere, erneuerbare Energie direkt dort, wo sie gebraucht wird.

Geodaten als Schlüssel für die Stadtplanung
Diese Ergebnisse, die auf Daten von verschiedenen Städten basieren, zeigen eindrucksvoll, wie Geodaten dabei helfen, den Einfluss städtischer Entwicklungen auf die Umwelt zu verstehen und zu bewerten.

Entdecken Sie den Nutzen von Thermalbefliegungen: https://realitymaps.de/services/thermalkartierungen/

Esri Deutschland GmbH: Digitale Zwillinge aus der Luft – neue Maßstäbe für die Sicherheit kritischer Infrastrukturen

Kritische Infrastrukturen wie Energieversorger, Wasserwerke, Industrieanlagen oder Verkehrsknotenpunkte stehen zunehmend im Fokus von Sicherheitsrisiken. Um diese komplexen Anlagen wirksam zu schützen, gewinnen digitale Zwillinge als präzise virtuelle Abbilder der Realität immer mehr an Bedeutung.

Die Grundlage für solche digitalen Modelle schaffen heute neben Airborne Imaging Systeme moderne Drohnen. Sie erfassen Gelände und Anlagen schnell, flexibel und hochauflösend. Mithilfe von Photogrammetrie, LiDAR sowie zusätzlichen Sensoren wie Wärmebild- oder Multispektralkameras entstehen detaillierte Datensätze, die in leistungsfähigen Lösungen wie ArcGIS Reality Studio zu realitätsnahen 3D-Modellen wie Punktwolken, Meshs oder Gaussian Splats verarbeitet werden. Diese Verfahren erstellen fotorealistische Darstellungen selbst kleinster Strukturen, etwa von Stromleitungen oder technischen Anlagenteilen.

Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch durch die Nutzung dieser digitalen Zwillinge in der Sicherheitsplanung. Betreiber können Sichtbarkeitsanalysen durchführen, Überwachungskameras und Sensoren virtuell platzieren sowie sogenannte „Red Spaces“ und „Green Spaces“ identifizieren. Dadurch werden Sicherheitslücken sichtbar, bevor sie in der Realität entstehen. Auch zukünftige Szenarien wie Vegetationswachstum, neue Gebäude oder der Ausfall einzelner Systeme lassen sich simulieren und bewerten.

Beispielsweise können über Esri ArcGIS Online oder ArcGIS Enterprise digitale Zwillinge als gemeinsames, interaktives Lagebild bereitgestellt werden. Betreiber, Werksschutz, Behörden und Dienstleister arbeiten so auf derselben Datenbasis und können Maßnahmen effizienter planen, abstimmen, simulieren und trainieren.

Digitale Zwillinge sind damit weit mehr als ein technisches Modell. Sie bilden die Grundlage für eine moderne, datenbasierte Sicherheitsarchitektur, die Risiken frühzeitig aufzeigt, Entscheidungen unterstützt und die Resilienz kritischer Infrastrukturen nachhaltig stärkt. In Zeiten wachsender Bedrohungen leisten sie einen entscheidenden Beitrag zum Schutz von Menschen, Anlagen und gesellschaftlich relevanten Versorgungsstrukturen.

IP SYSCON Thementage XPlanung in Bayern – Sie sind eingeladen!

XPlanung gewinnt in Bayern weiter an Bedeutung – und stellt Kommunen, Verwaltungen und Planungsbüros vor die Aufgabe, Planungsdaten künftig noch strukturierter, digitaler und interoperabler bereitzustellen.

Gleichzeitig bietet der Standard große Chancen: Planwerke können medienbruchfreier verarbeitet, zwischen unterschiedlichen Systemen verlustfrei ausgetauscht und für digitale Verwaltungsprozesse, Auskunftslösungen und Beteiligungsformate besser nutzbar gemacht werden.

IP SYSCON Thementage XPlanung 

  • Oktober 2026 im Zeughaus Augsburg
  • Oktober 2026 im DB Museum Nürnberg

Warum sich die Teilnahme lohnt

XPlanung schafft eine gemeinsame digitale Sprache für Planungsinformationen. Offene, standardisierte Formate verbessern die Interoperabilität zwischen Systemen und Akteuren, fördern eine strukturierte und maschinenlesbare Datenverarbeitung und unterstützen die nachhaltige Nutzung von Planungsinformationen.

Für Verwaltungen bedeutet das: weniger Medienbrüche, bessere Datenqualität, transparentere Prozesse und eine solide Grundlage für moderne digitale Planungs- und Auskunftssysteme. Die XLeitstelle fasst die Wirkung von XPlanung als schneller, transparenter, effizienter und zukunftssicher zusammen.

Das erwartet Sie

  • XPlanung in Bayern – Rahmenbedingungen, Anforderungen und aktueller Handlungsbedarf
  • Von der Pflicht zur Praxis – Welche XPlanung-Lösungen passen zu Ihren Anforderungen?
    Planung XQ – XPlanung effizient in ArcGIS Pro umsetzen
  • MapSolution XQ – XPlanung zusammen mit anderen Daten im WebGIS nutzbar machen
  • ALKIS XQ – Von der amtlichen Datengrundlage zur umfassenden Auskunftslösung
  • Freiflächenpotenzialanalyse auf Basis von ALKIS und XPlanung

Nutzen Sie den Thementag, um Ihre Fragen direkt mit Fachleuten zu besprechen, konkrete Umsetzungsmöglichkeiten kennenzulernen und die nächsten Schritte für Ihre Organisation abzuleiten.

IP Syscon freut sich auf Ihre Teilnahme.
Anmeldung und Programm: auf der IP SYSCON Website unter https://www.ipsyscon.de/aktuelles/termine/anmeldung-ip-syscon-thementag-xplanung-2026-in-bayern
Kontakt bei Fragen: kongress@ipsyscon.de